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[Hier erscheinen in Kürze weitere Kommentare und Anmerkungen.]

Ein Jüdisches Museum ist in Köln längst überfällig in Anbetracht der Geschichte der Stadt und der archäologischen Funde im ehemaligen jüdischen Viertel – und der international bedeutsamen Sammlung der Germania Judaica in der Kölner Stadtbibliothek. — Dr. Friedrich Voit

… Ein Jüdisches Museum kann uns einen Blick eröffnen auf die frühe Diversität Kölner Lebens – jenseits herkömmlicher Stadtgeschichte, und sicher manchmal auch im Widerspruch zu dieser. Neue Jüdische Museen, das zeigt sich an vielen Standorten, bringen im besten Fall eine Erweiterung der bislang angebotenen Geschichts- und Identitätswahrnehmung mit sich. — J. Isaksen

… meines erachtens nimmt die präsenz der jüdischen kultur in den deutschen städten einen viel zu geringen raum ein. ein jüdisches museum, wie in köln geplant, muss selbstverständlich dort seine heimstatt haben, wo unsere jüdischen schwestern und brüder viele jahrhunderte gelebt und gewirkt haben. es gibt keine andere lösung. ich hoffe darauf, dass sich die stadt köln hier mächtig bewegt, um etwas zu bewegen. das hat sie an anderer umstrittener stelle ja auch gezeigt. — Chris Beneth

Über ein Museum der Jüdischen Kultur in Köln würden wir uns sehr freuen, Astrid und Herbert — Astrid und Herbert Rosner, Köln

I understand some people discuss mainly urban planning and architecture, though constructing ‘houses of memory’—that ‘s what museums are about—isn’t an innocent undertaking. Stankowski, Busman and allies should understand that the localistic rededication of the commenced Jewish Museum is an encroching act of revisionism. — John E. Blom, Dublin

Für die Sichtbarmachung und Erhaltung des Jüdischen Kulturerbes, besonders in Deutschland — Evelyn Böhmer-Laufer, Wien

In Köln gab es bereits in der Antike eine jüdische Gemeinde.
Ich unterstütze daher den Beschluß des Rats der Stadt Köln…
— Hans-Joachim Fuchs, Wien

Es wäre eine Schande, wenn meine Heimatstadt die historische Chance verstreichen ließe. — Daniel Bader, Duisburg

…nicht nur ein muß aus historischen gründen, nicht nur wegen der verbrechen unserer eltern während des nationalsozialismus in deutschland, nicht nur wegen der bewußten verdrängung nach dem 2.weltkrieg, sondern auch wegen des aufkeimenden antisemitismus unserer tage… — Günter Andreas Zeller, Hamburg

Auch als Nicht-Jüdin erlebe ich die Jüdischen Museen anderer Großstädten (z.B. Amsterdam, Trondheim oder Venedig) als eine wunderbare Bereicherung der Stadtkultur, und es wäre eine wichtige Anerkennung der über tausend Jahre langen jüdischen Präsenz und Tradition in Deutschland. Für Köln ist das ein stolzer Schritt in Richtung Völkerverständigung. — Suzanne McLeod, Münster

Just do it!!
Georg. Leidenschaftlicher Exilkölner.
— Georg Gottschalk, San Francisco, CA

Schon im Jahr 2001 hatte es einen seriösen Vorstoß gegeben, seitens des damaligen Direktors des Röm.-germanischen Museums, Prof. dr. Hellenkemper. Bei einem Planungstreffen hatte seinerzeit Marc Scheps ( heute wohnhaft in Tel Aviv), ein hervorragendes Museumskonzept vorgestellt …. Das ist leider im Sand versickert. ich schlage vor, dieses Konzept nochmals eingehend zu studieren. — Andrea Morein, Köln

Es wäre möglich als Argument für den Bau des Museums noch zusätzlich anzumerken, dass in der Zeit zwischen 1950 und 1970 die Ausstellungen der “Monumenta Judaica” in Köln großen Anklang gefunden haben. Daran könnten wir jetzt anschließen. — Dorothea Strohe, Düsseldorf

In Essen gibt es bereits ein Haus der Jüdischen Kultur. Es befindet sich in der Alten Synagoge. Alle kulturellen Veranstaltungen, die dort stattfinden sind überaus gut besucht. Das ist ein Beweis für das Interesse der Bürger. – Ich frage mich, wie es sein kann, dass ein solch vorgeplantes Projekt in Köln, ein Haus der Jüdischen Kultur zu errichten, von ein paar Kritikern unterlaufen werden kann. - — Gabriele Thimm, Essen

Jeder Versuch, den zügigen Bau des Jüdischen Museums in Köln zu hintertreiben, ist fragwürdig. Den Bau dieses einzigartigen Denkmals jüdischen Lebens am Rhein verhindern zu wollen, ist ein SCHANDE!
Friede allen, die guten Willens sind, den jüdischen Bürgern, die soviel zur Kultur Deutschlands beigetragen haben und dennoch so grausam in eben diesem Deutschland verfolgt und umgebracht wurden, posthum wie auch gerade jetzt, durch den Bua dieses Museums unseren Dank und unsere Anerkennung zu bezeugen!
— Peter-Hannes Lehmann, Hamburg

Wundert mich nicht. Herr Neven DuMont ist der größte Gegner.
Ihn muss man boykottieren
— Abraham Blajchman, Pulheim

Trotz der weiterhin immensen Kosten muss endlich etwas geschehen, sprich das Projekt begonnen werden… Außerdem sollte nie vergessen werden, dass der freie Raum in dieser Ausmaße ahistorisch ist bzw. nur ein Bruchteil der gut 2000jährigen Geschichte Kölns ausmacht, denn dieser Raum, bis in die 1970er Jahre noch schön als Parkplatz genutzt, ist “nur” ein Produkt des Bombenkrieges im Zweiten Weltkrieg.
Hoffentlich kommt bald ein dem Areal die angemessene Würdigung verschaffenes Museum, das hoffentlich international ausgerichtet (also auch mehrsprachige Erklärungen, v.a. auch in Englisch und Hebräisch) ist, eine breite Bevölkerungsschicht anspricht und barrierefrei ist!!!
— Stefan Conée, Köln

… Schön, dass es Menschen gibt, die sich für eine so unterstützenswerte Sache einsetzen. Schade, dass es überhaupt Zweifel an der Umsetzung der Planungen zu diesem Museum gibt.
Ich würde mich freuen, mit meinen Verwandten und meinen 3 Söhnen das Museum an so einem geschichtsträchtigen Ort besuchen und erleben zu dürfen!
— Judith Rautenberg, Wilting

Köln braucht einen Bau über der Archäoligischen Zone und vor allem einen Ort für die über 2000 jährige Geschichte jüdischen Lebens in Köln – diese gehört zu uns und unserer Identität wie die Katholische Kirche oder die Braukunst!
Und wir können nicht ständig alle Entscheidungen nach ein paar Jahren zurücknehmen und alles wieder auf Null stellen – wenn unsere Vorfahren so gehandelt hätten, gäbe es bis heute keinen Dom!
— Christian Joisten, Köln

Jüdische Menschen haben über Jahrhunderte die Kultur(Entwicklung) Kölns mitgestaltet und geprägt. In der Nazizeit wurde versucht, nicht nur die jüdische Kultur zu zerstören, sondern auch alle jüdischen Menschen zu vernichten in einem Genozid, der einmalig in der Geschichte ist. Als Deutsche sind wir in der Verantwortung und moralisch-ethischen Pflicht, die Erinnerung wach zu halten.
Es entsetzt mich, dass deutsche Menschen diese Geschichte vergessen wollen. Auch wenn die TäterInnen und die Opfer in der Zahl immer weniger werden und als Zeitzeugen aussterben, so kann das nicht bedeuten, dass wir entpflichtet sind von unserer Verantwortung.
— Dr. Michaela Schumacher, Köln

Ich halte es für sehr wichtig, die Erinnerung an die lebendige Kölner Gemeinde wach zu halten! — Waltraud Felsch, Aachen

Es ist schon recht eigenartig und seltsam, das in Köln ein Grabungsleiter und Experte welcher sich voll für die Sache einsetzt plötzlich von den verantwortlichen Politikern ohne richtigen Grund bzw. mit falschen Gründen versetzt wird. Es ist schon recht seltsam, das eine Grüne Politikerin fordert, die Ausgrabungen einzustellen, da schon genug ausgegraben wurde. Wer weiß was noch alles zu Tage gefördert wird aus der Kölner jüdischen Vergangenheit, bzw. der Kölner antisemitischen Juden ausgrenzenden Vergangenheit, oder wie soll man das massive Verhinderungsverhalten gegen ein jüdisches Museum der Kölner Politiker verstehen? — Christian W. E. Mosch, Burbach

Ich habe vor kurzem an einer Führung teilgenommen und möchte mich dafür aussprechen, dass wie geplant verfahren wird. — Barbara Goldau, Köln

Nach persönlicher Besichtigung der Ausgrabungsstätte und Vorstellung des Konzeptes – alsio eigener Meinungsbildung – ist die Umsetzung …dieses Konzeptes die einzig logische Konsequenz !!!
Köln sollte nicht wieder eine ganz wichtige Entscheidung verwässern, auf die lange Bank schieben oder zerreden lassen. Politik und Verwaltung werden mit höchster Dringlichkeit auch von mir aufgefordert, das gute und durchdachte Ist-Konzept zügig umzusetzen!
— Helmut Schmidt, Köln

Die Geschichte der Juden in Köln ist eine ganz besondere Geschichte, da sie schon aus römischer Zeit stammt . Jedes Jüdische Museum ist einzigartig und hat einen eigenen Inhalt.
In Köln ist durchaus die Möglichkeit geboten ein einzigartiges Jüdisches Museum zu bauen, die die Kultur der Stadt und ihre Vielfältigkeit unterstreicht.
— Emilia Mohr, Pulheinm

Die älteste, urkundlich belegte jüdische Gemeinde Deutschlands. Wenn in anderen Städten, um wieviel mehr in Köln! — Walter Schiffer, Borken

Es ist eine Schande, dass Berlin, Frankfurt, München, Amsterdam, Wien usw. schon seit langem jüdische Museen haben, die mit hochinformativen Ausstellungen von sich reden machen, nur Köln als die Stadt mit einer der ältesten jüdischen Gemeinden Europas steht mal wieder – freiwillig! – zurück. Über Konzept und Kosten muss man sicherlich diskutieren. Über die Notwendigkeit und historische Verpflichtung allerdings nicht. Haben die politisch Verantwortlichen dieser Stadt, die nun ohne echte Not auch auf den Archiv-Neubau und die Kunst- und Museumsbibliothek verzichten — Dr. Eva Weissweiler, Köln

Die jüdische Kölner Vorkriegsgemeinde konnte mit Stolz auf eine große Anzahl herausragender Persönlichkeiten u.a. des kulturellen Lebens verweisen. Dieses Faktum ist m.E. als Gegenstand einer Erinnerungskultur bedeutsamer als die doch etwas spärlichen Ausgrabungsobjekte. Ein Raum mit Photos und Kurzbiographien gehört vorrangig in das geplante Museum. Und dies nicht als Repräsentierung zur allgemeinen Kölner Geschichte (wie von Manchen intendiert), sondern als Verweis auf den s p e z i f i s c h e n jüdischen Beitrag zur Kölner Stadtgeschichte. — Dr. Otto Geudtner, Köln

Über die im Schreiben der Initiatoren genannten Gründe hinaus motiviert mich zur Mit-Unterzeichnung die Sorge um unser wertvolles Institut der repräsentativen Demokratie:
wenn gültige Beschlüsse der von uns gewählten Vertreter nicht Anlass einer zügigen beschluss-umsetzenden Handlung des Gemeinwesens, sondern vielmehr Ausgangspunkt neuerlicher
beschluss-revidierende Diskussionen gemacht werden, wird unser Gemeinwesen / werden wir handlungsunfähig. Niemand – gleich welcher Couleur – kann wollen, dass Handlungsunfähigkeit das Merkmal unserer politischen Kulur ist
— Dr. Steffen Heinemann

Eine wichtige Initiative – gut wäre, an einem inhaltlichen Konzept mitzuwirken — Maria Heer

Ich würde mir eine breit angelegte Spendenaktion von Bürgern und Unternehmen
wünschen und gerne die Kontonummer erfahren. Danke!
— Rotraut röver-Barth, Köln

Für Köln, dort war bekanntlich die erste jüdische Gemeinde auf deutschem Boden, ist das Museum enorm wichtig! — Georg Dünnwald, Aachen

Ein Objekt von unglaublicher historischer Bedeutung darf nicht einfach auf Eis gelegt werden. — Mario Scheel, Köln

Den Bau des Jüdischen Museums an dieser Stelle befürworte ich sehr. Wir haben die Verpflichtung, den ermordeten jüdischen Bürgern einen Ort der Erinnerung an prominenter Stelle zu geben. — Elke Wirtz-Meinert, Wiesbaden

Es ist kaum glaublich, dass ausgerechnet jene Stadt, in der jüdisches Leben weiter zurück reicht, als fast an jedem anderen Ort in Deutschland, sich so schwer tut, ein Museum zur jüdischen Geschichte, Kultur und Gegenwart einzurichten. Ein solches Museum kann ein spannender und produktiver Ort sein, sich kritisch mit Geschichtsbildern, Zugehörigkeit, Mythen und widersprüchlichen Realitäten auseinanderzusetzen. Hat Köln daran kein Interesse? — Dr. Hanno Loewy, Hohenems, Österreich